Funktioneller Einweihung der einstigen "Pfarrscheuer"
Wenn Kinder ihre Sinne schärfen, ist die spätere Suchtanfälligkeit geringer
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Preisträgerkonzert in der Kulturhalle RemchingenSieger übten seit den Sommerferien(1999) Remchingen(jaso). Am Klavier bissen sie sich leicht in die Lippen, mit der Violine auf der Schulter runzelten sie die Stirn. Mit großem Eifer spielten am Donnerstagabend die 30 jungen Musiker der Musik- und Kunstschule westlicher Enzkreis in der Kulturhalle Remchingen. Beim diesjährigen Wettbewerb "Jugend musiziert" in Pforzheim anfang Februar hatten sie auf regionaler Ebene allesamt Preise eingeheimst und gaben nun ihr da capo auf dem "Preisträgerkonzert." Auf dem Programm standen Stücke für Blockflöte, Klavier zu vier Händen, Gitarre Klarinette solo sowie ein Schlagzeugensemble - eben so, wie es die Ausschreibung für den Wettbewerb des Deutschen Musikrats forderte. Dabei reichte die Spanne der von den Musikern ausgewählten Stücke vom mittelalterlichen Spanien bis in das Amerika unseres Jahrhunderts. "Die anderen feiern den Fasching. Wir feiern unsere Preisträger", begrüsste Musik-Schulleiter Hans-Peter Dennemarck das vom schmutzigen Donnerstag ausgedünnte Publikum. Nur rund hundert Gäste lauschten den Schülern, mit deren "hervorragenden" Leistungen Dennemarck sehr zufrieden war: "Es gibt eine Reihe vielversprechender Talente. Nahezu alle machten erste, zweite und dritte Preise." Leider wäre der Zugang zur Landesebene "dünn besiedelt" gewesen. Nur wer einen ersten Platz mit Auszeichnung entgegen nehmen konnte, zog eine Runde weiter. "Dafür ist aber der Anspruch sehr hoch," schätzt die Vorsitzende der Musikschule, Barbara Casper. Andererseits freute sie sich über die hohe Teilnehmerzahl ansich, "denn noch vor zehn Jahren war so eine hohe Beteiligung unvorstellbar!" Früh übt sich, wer eine Meisterin werden will. Neun Jahre alt und damit eine der jüngsten Musikerinnen des Abends, konnte Jule Thome gerademal über den Flügel kukken. Lampenfieber, Nervosität war ihr aber nicht anzumerken. Vielleicht, weil sie letztes Jahr schon am Wettbewerb teilgenommen hatte. Aber beim Spielen vor der Jury sei sie trotzdem wieder ein bisschen nervös gewesen, sagt sie schüchtern. "Aber nicht so arg, weil ich ganz viel gelernt habe." "Seit den Sommerferien übte sie jeden Tag," weiß ihre Mutter Annette Thome. "Sie will mal Saxophon spielen. Deshalb übt sie jetzt mit der Flöte. Das Saxophon ist ihr zu groß." Neben der Anerkennung durch das Publikum gab es am Ende des Abends für Jule und alle anderen Teilnehmer Gutscheine. Und, so Dennemarck: "Das ist ein bisschen mehr wert als die Kugelschreiber aus Pforzheim." |
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